Antifeministische Männerrechtler wie Arne Hoffmann und Michael Klein benutzen in letzter Zeit den Begriff „Männerbewegung“ um damit die „Männerrechtsbewegung“ zu bezeichnen. Dies geschieht wahrscheinlich zum Zweck, die Männerrechtsbewegung größer wirken zu lassen, Unterschiede zwischen Pro- und Antifeminismus zu verwischen und die Geschichte zu vernebeln. Tatsächlich ist aber die Männerrechtsbewegung noch nicht einmal ein Teil der Männerbewegung. Die Männerbewegung entstand in den 1970er Jahren parallel zur Frauen- und zur Homosexuellenbewegung. Sie teilte inhaltlich die Kritik am Patriarchat und an Sexismus. Mit der zunehmenden Etablierung der Männerbewegung ab den 1980er Jahren wurde sie unpolitischer. Was die Männerbewegung ausmacht ist neben den Inhalten vor allem die personelle Zusammensetzung: es sind Männer, die sich kritisch mit Männlichkeit und Geschlechterfragen befassen. Die Männerbewegung unterscheidet sich von der Frauenbewegung dadurch, dass in der Männerbewegung Männer und in der Frauenbewegung Frauen organisiert sind. Inhaltlich sind beide Gruppierungen an den verschiedenen Feminismen orientiert. Die Männerrechtsbewegung hingegen grenzt sich inhaltlich vom Feminismus und von der Frauenbewegung ab. In der Männerrechtsbewegung befinden sich auch Frauen wie Monika Ebeling und Christiane Hamprecht. Das heißt, die Männerrechtsbewegung ist im Gegensatz zur Männerbewegung gar nicht durch das Geschlecht ihrer Beteiligten konstituiert, sondern lediglich durch Inhalte. Die Männerrechtsbewegung kann somit schon kategorial nicht Teil der Männerbewegung sein. Hinzu kommen inhaltliche Divergenzen (Feminismen versus Maskulismus / Maskulisnismus), die sich in zentralen Punkten gegenseitig ausschließen.
