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Ökologie, Migration, Gender – die AfD zeigt sich

Innerhalb einer Woche zeigte die Alternative für Deutschland auf ihrer Facebook-Seite, dass sie mehr drauf hat als nur Anti-Euro: Zwischen dem 9. und 13. Juli gab es eine Reihe von offiziellen Postings zu den Themengebieten Gender/Feminismus, Energiepolitik/Ökologie und Migration/Rassismus, die keine Frage offen lässt. Hier eine kleine Dokumentation:

Anscheinend ist nun, wo genügend Unterstützungsunterschriften in allen Ländern gesammelt wurden und bei Facebook alle anderen Facebook-Seiten der anderen Parteien mit 40.000 „Likes“ überrundet wurden (außer der Piraten-Partei mit über 77.000 „Likes“) ein Richtungskampf ausgebrochen. Die Facebook-Seite zieht gnadenlos die rechte Agenda durch. Auffallend ist, dass die konservativ-marktlibertären Positionen zum Thema Gender, Ökologie und Migration mit einem Verweis auf die „nationale Souveränität“ stattfinden. Die UN wird zur „Dritt-Institution“, die EU will deutsche „Mittelständler“ „gängeln“. Geschlechtskonservativismus, Ökologiefeindlichkeit und Ethnozentrismus werden mit nationalistischen Untertönen propagiert. Von einem vorsichtigen Agieren nach Außen oder Innen kann keine Rede mehr sein. Woher kommt dieses neue Selbstbewusstsein? Oder ist das die Flucht nach Vorne?

Hier der Link zur AfD-Facebook-Seite. Sehr viel krasser als die offiziellen Postings sind die vielen Kommentare, die dort nicht gelöscht werden. Aber genau genommen sind die Postings schlimmer, weil sie diese Kommentare bewusst hervorrufen.

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