Website-Icon Andreas Kemper

Afuera-Fest: Privatstädte und Gletscherabbau

Tagebuch des Neoaristokratismus #15

Ende Juli 2026 fand das Afuera-Fest in Sachsen-Anhalt statt. Nach eigenen Angaben versammelten sich ca 500 Anhänger*innen des sogenannten Rechts“libertarismus“, also des Proprietarismus. Neben Markus Krall, Joana Cotar, Frauke Petry trat dort auch der ehemalige chilenische Präsidentschaftskandidat Johannes Kaiser auf. Kaiser hat in Chile die Nationallibertäre Partei gegründet. Beim Afuera-Fest zeigte er sich vor allem im Umfeld der Free Cities Foundation. Dessen Chef Titus Gebel hat vor wenigen Monaten in Argentinien die Argentina Metals Corps gegründet. Sie profitiert von den Gletscherschutzrichtlinien in Argentinien und gehört zu den Finanziers des Afuera-Festes.

Zwei Präzisierungen zum Gesprächsverlauf:

Zur „Gletscherregion“: Bezieht sich auf die Malargüe-Kordillere als Gesamtregion, in der Gletscher und periglaziale Zonen vorkommen. Konkret dokumentiert ist die Gletschernähe bislang für das Flaggschiff-Projekt Las Estrellas (~2.900 von 146.700 Hektar) – nicht für das gesamte Portfolio einzeln bestätigt.
Zum Zeitpunkt der Lockerung: Der wesentliche, bereits belegte regulatorische Vorteil für Argentina Metals stammt aus der provinziellen Deregulierung (Malargüe Distrito Minero Occidental, Gesetz 9.588, Ende 2024) – der eigentliche Portfolioaufbau begann November 2025, also nach dieser Lockerung. Die nationale Gletscherschutzreform (Gesetz 27.804) kam erst im April 2026 hinzu und ist für das Unternehmen bislang eine Option, kein bereits realisierter Vorteil.

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