AfD / Faschismus

Die Alternative für Deutschland ist als Partei der Ungleichwertigkeit bestimmt durch drei ideologische Strömungen: Neoliberalismus, Christlicher Fundamentalismus und Faschismus. Während die AfD in ihrer Gründungsphase von einer nationalliberalen Ausrichtung des Neoliberalismus dominiert wurde, hat der faschistische Flügel um Björn Höcke (und ehemals auch Andreas Kalbitz) in der AfD zunehmend an Einfluss gewonnen. In der AfD geht die Tendenz in Richtung faschistische Ideologie.

Die AfD ist profaschistisch aus zwei Gründen: Zum einen hat sie mit dem Höcke-Flügel ein braunes Gärbecken geschaffen, welches sie nach außen hin abschirmt und verteidigt. Zudem greift die AfD auf sehr breiter Front alle Gruppierungen an, die antifaschistisch wirken. Hiermit sind nicht einfach nur Antifa-Gruppen im engeren Sinn gemeint, sondern antifaschistisch orientiere Initiative von den Kirchen über die Gewerkschaften bis zu feministischen und queeren Gruppierungen, die sich gegen das faschistische Geschlechterbild stellen. Indem nun die AfD anti-antifaschistisch agitiert und gleichzeitig ein faschistisches Gärbecken unterstützt, ausbaut und vor Angriffen abschirmt, ist die AfD profaschistisch. Die AfD ist (noch) nicht als Ganzes faschistisch, weil sie neben der faschistischen Ideologie auch andere Ideologien vertritt, die zwar reaktionär sind, mit eigentumsfanatischen und christlich-fundamentalistischen Positionen aber dem völkisch-autoritärem Staatsgedanken des Faschismus zumindest in der angestrebten Gesellschaft widersprechen.

Trotz der Widersprüche sind die Diskurskoalitionen und Strategien der verschiedenen Strömungen stark genug, um die AfD als Partei zusammen zu halten. Im Folgenden finden sich einige Beiträgen zum Themenbereich Faschismus. Ich beziehe mich in den Faschismusdefintionen auf Roger Griffin und Klaus Theweleit.

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