3 Kommentare

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  1. Wednesday

    Danke für den link. Häusliche Gewalt wird vererbt – Menschen, die aufgrund ihrer PTBS gewalttätig ggü. ihrer Familie sind, traumatisieren durch die Gewalt ihre Kinder, diese tragen die Gewalt nach außen und später in der eigenen Familie aus. PTBS wird von vielen Psychotherapeuten nicht erkannt und die Symptome als Depression behandelt, vielleicht weil sich die Vorstellung darauf beschränkt, PTBS könne nur ein Opfer schwerster Gewalttaten bzw. von Krieg und Folter haben. Dabei kann schon die Zeugenschaft eines Gewaltverbrechens eine schwere Belastungsstörung hervorrufen. Ein Anzeichen einer PTBS kann fehlende Streßresistenz sein, die dazu führt, daß man wegen einer Kleinigkeit Sachen zerschlägt, weil der sich aufbauende Druck nicht ertragen wird.

    • Spin

      „Häusliche Gewalt wird vererbt“ – was soll das denn? Gewalt wird per se nicht vererbt – allenfalls werden Dispositionen vererbt. Und die Behauptung, dass Opfer zwangsläufig Täter werden und alles einfach weitergereicht wird, ist auch extrem kurzschlüssig.

      Selbstverständlich sind Traumata behandlungsbedürftig und enthalten die Gefahr inadäquaten Sozialverhaltens. Aber wie „Wednesday“ dies beschreibt ist es einfach völlig verkürzt. Und es ignoriert den Fakt, dass Militär und militante Männerbünde lange Zeit männliche Gewalt legitimiert und zu einem kulturellen Normalfall gemacht haben. Dafür brauchte es keine Trauma, das war (und ist es z.T. noch): eine Norm.

      Was mich sehr freut ist, dass Stewart der antifeministsichen Leugnung und Relativierung männlicher Gewalt eigene Erfahrungen entgegensetzt. Das sollten wirklich mehr Männer tun, gerade auch in ihrem eigenen Interesse (denn sie werden ja häufiger noch als Frauen und Kinder Opfer der Gewalt anderer Männer).

  2. Telipinu Hatti

    Gewalttätige Eltern wurden oft als Kinder selbst geschlagen, das ist mit „Vererbung“ gemeint, nicht etwa eine genetische Disposition. Aber nicht alle gewalttätigen Eltern bringen wieder gewalttätige Kinder hervor. Sonst wären wir die gewalttätige Erziehung der Jahrhundertwende ja nie so weitgehend los geworden.

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