Fragen zu meinen Podcasts und Newsletter

Hallo,
inzwischen habe ich innerhalb von anderthalb Monaten den 8. Podcast produziert. Mein Ziel ist es, zeitnah über die Entwicklung eines drohenden Neo-Aristokratismus durch Tech-Oligarchen, aber auch durch eine Re-Politisierung des alten Adels kritisch zu berichten.
Mich würden jetzt konkrete Fragen und Anregungen interessieren.

Hier ist der letzte Podcast zum reaktionären Tech-Investor Peter Thiel und den Privatstadt-Projekten von Pronomos-Capital:

Mich würde auch interessieren, ob ich die Inhalte im Newsletter kürzer, ausführlicher oder anders gestalten sollte. Newsletter nur zu den Podcasts oder auch zu anderen Beiträgen meiner Website? Falls ihr den kostenlosen Newsletter noch nicht bekommen solltet:

Bislang gibt es keine Kommentare – bei dem brisanten Thema finde ich das interessant. Vielleicht liegen auch ein technische Fehler oder mir unbekannte Hürden vor.
Daher würde ich mich über Rückmeldungen freuen.

Liebe Grüße und Nur mutig gestritten – The Future is Unwritten!
Andreas Kemper

Kommentare

5 Kommentare zu „Fragen zu meinen Podcasts und Newsletter“

  1. Hallo Andreas, ich schreibe, damit Du checken kannst, ob die Technik funktioniert. Zum vernünftigen Kommentieren habe ich schlicht keine Zeit, es gibt zu viel um die und zwischen den Ohren. Danke für Deine Analysen.

    1. Danke kopriva! Und es liegt tatsächlich nicht an der Technik. Und meine Newsletter scheinen auch anzukommen.
      Also danke für den Test-Kommentar trotz deiner zeitlichen Eingebundenheit.
      Liebe Grüße,
      Andreas

  2. Lukas Hampel

    Guten Tag Herr Kemper, vorausgeschickt sei, dass ich mir noch nicht alle Podcasts Ihrer neuen Reihe „Tagebuch zum Neoaristokratismus“ anhören konnte. Das wird aber nachgeholt!

    Für mich könnte es gerne die Newsletter zu den Podcasts UND Newsletter zu den weiteren Inhalten Ihrer Website geben. Die Länge ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Die Schaubilder mit dem abgebildeten Netzwerk finde ich als Teaser besonders spannend. Diese geben mir jedenfalls immer einen kurzen Überblick, um wen bzw. was sich die Podcast-Folge dreht. Das, soweit es zum Inhalt passt, auch gerne beibehalten.

    Wenn ich mir die bisher rezipierten Podcast-Folgen vor Augen führe, dann kommt bei mir immer wieder die Frage auf, auf welchen „Boden“ diese neoaristokratischen Bestrebungen fallen. Mit Blick auf die verschiedenen Milieus, die die einzelnen Strömungen wie Proprietarist*innen, Reichsbürger*innen und Monarchist*innen ansprechen, erscheint mir das Mobilisierungspotenzial doch relativ hoch – und der Boden somit potenziell „fruchtbar“. Das erklärt für mich dann auch die Brisanz Ihrer neuerlichen „Tagebuch“-Initiative.
    Flankiert (oder: Hervorgerufen!?) werden diese sich mosaikartig darstellenden Bestrebungen dann auch noch durch den krisenhaften Kapitalismus und die sich dadurch verstärkenden Machtasymmetrien zwischen den Menschen. Das könnte dann weiteres Potenzial freilegen.

    Anders gefragt – und vielleicht auch etwas konkreter: Wie viele Menschen lassen sich für derlei Initiativen und Projekte mutmaßlich überzeugen? Welches Mobilisierungspotenzial hat das? Wie würden Sie das, bspw. für Deutschland oder andere Länder, einschätzen? Lässt sich das auf Zahlen bringen (z. B. anhand der Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und den Ergebnissen zu libertär-autoritaristischen Einstellungen in der deutschen Bevölkerung)?

    Um die Fragen etwas zu kontextualisieren: Mir ist schon bewusst, dass die Fragen auch eine „Blick-in-die-Glaskugel“-Antwort provozieren könnten und verschiedene Annahmen gemacht werden könnten, um sie zu beantworten. Wahrscheinlich sind wir (leider) auch erst in einem Anfangsstadium dieser Initiativen und Projekte (Stichwort „testing the waters“), in dem die breite Masse der Menschen (und insbesondere die reicheren Industriestaaten) noch nicht das primäre Ziel der Projekte sind (gleichwohl aber der Ideologien). Das nehme ich aus Ihren Ausführungen auch mit.
    Oftmals habe ich aber das Gefühl, dass etwa solche Privatstadt-Projekte – aktuell – kein großes Mobilisierungspotenzial in Deutschland hätten. Das hat möglicherweise auch etwas mit den kulturellen Prägungen zu tun?

    Vielleicht noch eine weitere Frage: Sie haben in der Vergangenheit auch aufgezeigt, wo Widersprüche zwischen den Strömungen und innerhalb einzelner Strömungen herrschen. Können Sie beobachten, wie die einzelnen Akteure damit umgehen? Geht es da vorrangig um ökonomische Macht, also ganz lapidar: Wer das Geld hat, bügelt den Widerspruch zu seinen Gunsten heraus?

    Ich hoffe, die Fragen sind nachvollziehbar – und die Prämissen, die den Fragen zugrunde liegen, nicht allzu falsch. Ich freue mich auch auf Gegenrede von und den Austausch mit anderen Interessierten.

    Vielen Dank für Ihre Arbeit, Herr Kemper!

    Freundliche Grüße
    Lukas

    1. Hallo Lukas Hampel,

      danke für den Kommentar.
      Es ist für mich auch sehr schwer einzuschätzen, wie zahlenmäßig stark die politische Gruppe in Deutschland ist bzw. sein könnte. In einem Interview wurde ich kürzlich wiedergegeben mit dem Zitat, „da entsteht eine Bewegung“. Das hatte ich nicht so gemeint, wie es klingt, ich meinte damit eher, da konsolidiert sich etwas, da finden Leute und Initiativen zusammen. Aber Joana Cotar hat mich sofort zitiert und das verbreitet. Das heißt, sie wollen gerne als „Bewegung“ wahrgenommen werden und machen das, was man „Astroturfing“ nennt, von „Astroturf = Kunstrasen-Marke“, also die Simulation einer Graswurzelbewegung. Daher müssen wir aufpassen, dass wir sie nicht größer machen, als sie wirklich sind.
      Und die Unterscheidung von Ihnen ist wichtig: „Rechtslibertäre“, Reichsbürger*innen und Monarchist*innen.
      Zu den sogenannten „Rechtslibertären“: Gerade eben hat mir noch ein Bekannter erzählt, dass in einer Veranstaltung in Norddeutschland eine kleine Gruppe von „Rechtslibertären“ saß und mitdiskutierte. Das heißt, es gibt tatsächlich versprenkelt jugendliche Anhänger*innen dieser Richtung. Zu den Zahlen: Die Atlas-Initiative gibt an, mehr als 3.800 Mitglieder zu haben. Gleichzeitig scheint es das Team Freiheit aber nicht geschafft zu haben, genügend Stimmen für die Zulassungen zu den Landtagswahlen in BW und RLP bekommen zu haben. Ich würde sagen, sie gewinnen an Einfluss. Es sind eher Tausende als Zehntausende, also relativ wenig Menschen. Ich habe die Mitte-Studie allerdings noch nicht daraufhin untersucht. Dennoch haben sie Einfluss, der Springer-Verlag hat gerade das Wort „sozial“ aus seinen Leitlinien geworfen, „Soziale Marktwirtschaft“ sei ein deutscher Sonderweg, den der Springer Konzern nicht mehr weitergehen will.
      Mit den Reichsbürger*innen beschäftige ich mich nur am Rande. Dazu weiß bspw. Andreas Speit mehr.
      Zu Monarchist*innen: Das verfolge ich ja eher im Zusammenhang von Religiösität, Adel und (familienbezogenem) Antifeminismus. Hier bildet sich in Salzburg und Augsburg gerade so etwas wie ein „katholischer Evangelikalismus“ heraus mit rechtskatholischen Gottesdiensten mit ca. 10.000 Jugendlichen mit Adelsnachfahren an der Spitze. Das geht auch in Richtung Neo-Integralismus. Eigentlich möchte ich in meinem Podcast viel mehr darüber erzählen. Aber auch hier kann ich nicht sagen, wie groß die „Basis“ bzw. Anhänger*innenschaft ist.

      Ich denke auch, dass Privatstadt-Projekte in Deutschland selber direkt hier im Land noch nicht am Start sind. Insbesondere der ÖRR fragt mich immer wieder, was denn mit solchen Projekten in Deutschland sei, weil der ÖRR braucht einen Bezug zu Deutschland. Ich sage dann immer, Deutschland hängt sehr stark mit drin, weil hier die Planer*innen dieser Projekte sitzen, aber Deutschland ist eher langfristig Ziel.
      Zwei Dinge muss man dazu aber auch wissen: Ein Weg zu Privatstädten läuft über Sonderwirtschaftszonen => Sonderentwicklungszonen => halbautonome Zonen => Privatstädte. Vor allem die AfD fordert die Errichtung von Sonderwirtschafts- oder Sonderentwicklungszonen in Deutschland (z.B. in der Lausitz).
      Und wie ich in meinem Podcast zu den „Return Hubs“ geschrieben habe, können Privatstädte oder Sonderentwicklungszonen auch über europäische/ deutsche Abschiebezentren im Globalen Süden (Uganda / Ruanda …) errichtet werden.

      Soweit, ich hoffe ich konnte die Frage beantworten. Ein paar Anregungen habe ich mitgenommen.

      Liebe Grüße
      Andreas

      1. Lukas Hampel

        Hallo Andreas,
        besten Dank für die Antwort! Die Anhaltspunkte zu verschiedenen genannten Gruppen und ihrer Größe von Ihnen sind erhellend – und ich kann das nun besser einschätzen. Besonders interessant finde ich auch die Anmerkungen zu den einzelnen Strategien und konkreten Taktiken (z. B. „Astroturfing“). Gleiches gilt für die Entstehung und Entwicklung hin zu Privatstadt-Projekten (über Sonderwirtschaftszonen usw. als Vorläufer). Das skizzieren Sie ja ebenfalls in Ihrem Buch über Privatstädte.

        Ich bin gespannt auf weitere Beiträge.

        Freundliche Grüße
        Lukas

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