Recherche zu antidemokratischen Netzwerken, autoritären Ideologien und neoliberalen Machtstrukturen.
Frühanalysen zur AfD, zu Rechts“libertarismus“, Antifeminismus und elitären Gegenbewegungen.
AfD & faschistische Ideologien
Strukturanalysen zu Programmatik, Akteursnetzwerken und ideologischer Entwicklung.
Klassismus & Klassengesellschaft
Untersuchung sozialer Ausschlussmechanismen, Bildungsbenachteiligung und Klassenideologie.
Proprietarismus & Privatstaat-Modelle
Recherchen zum sog. Rechtslibertarismus sowie zu antidemokratischen Privatstadtprojekten.
Antifeminismus & reaktionäre Netzwerke
Analyse antifeministischer Narrative, Männerrechtsbewegung und familistischen Adelsnetzwerken.
Tagebuch zum Neoaristokratismus
Fortlaufende Analysen zur Aristokratie des Antifeminismus sowie zu proprietaristischen und privatstaatlichen Projekten.
Publikationen
Aktuelle Analysen
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Videos der CPOV-Conference in Amsterdam 2010 sind online
Ende März 2010 fand in Amsterdam die Critical Point of View-Conference statt. In sechs Sessions wurde die Entwicklung von Wikipedia kritisch betrachtet. Wie bereits zuvor während der Bangalore-CPOV-Konferenz wurde auch hier wieder der Anspruch Wikipedias, einen neutralen Standpunkt darstellen zu können, hinterfragt.
SESSION 1
http://vimeo.com/10605801 Ramon Reichert (AT)
Rethinking Wikipedia: Power, Knowledge and the Technologies of the Selfhttp://vimeo.com/10606220 Jeanette Hofmann (DE)
Wikipedia between Emancipation and Self-Regulationhttp://vimeo.com/10606547 Mathieu O’Neil
(AU) The Critique of Law in Free Online Projectshttp://vimeo.com/10696489 Gerard Wormser(FR)
The Knowledge BarSESSION 2
http://vimeo.com/10607993 Joseph Reagle (USA)
Wikipedia and Encyclopedic Anxietyhttp://vimeo.com/10608291 Charles van den Heuvel (NL)
Authoritative Annotations, Encyclopedia Universalis Mundaneum, Wikipedia
and the Stanford Encyclopedhttp://vimeo.com/10697853 Dan O’Sullivan (UK)
An Encyclopedia for the Times: Thoughts on Wikipedia from a His- torical
Perspectivehttp://vimeo.com/10699949 Alan Shapiro (USA/DE)
Gustave Flaubert Laughs at Wikipediahttp://www.vimeo.com/10607690 Discussion session 2 Encyclopedia Histories
Moderaror: Nathaniel Tkacz
Speakers: Joseph Reagle, Charles van den Heuvel, Dan O’Sullivan, Alan ShapiroSESSION 3
http://www.vimeo.com/10701587 Hendrik-Jan Grievink (NL)
Wiki Loves Arthttp://www.vimeo.com/10702729 Scott Kildall (USA)
Wikipedia Art: Citation as Performative Acthttp://vimeo.com/10741921 Patrick Lichty (USA)
Social Media, Cultural Scaffolds, and Molecular Hegemonies. Musings on
Anarchic Media, WIKIs, and De-territorialized Arthttp://www.vimeo.com/10607690 Discussion session 3 Wiki Art
Moderator: Rachel Somers Miles
Speakers: Hendrik-Jan Grievink, Scott Kildall, Patrick LichtySESSION 4
http://vimeo.com/10747211 Felipe Ortega (ES)
New Trends in the Evolution of Wikipediahttp://vimeo.com/10748335 Stuart Geiger (USA)
Bot Politics: The Domination, Subversion, and Negotiation of Code in
Wikipediahttp://vimeo.com/10748727 Hans Varghese Mathews (IN)
Clustering the Contributors to a Wikipedia Pagehttp://vimeo.com/10748888 Esther Weltevrede (NL) and Erik Borra (BE/NL)
Controversy Analysis with Wikipediahttp://www.vimeo.com/10749027 Discussion session 4 Wiki Analytics
Moderator: NIshant Shah
Speakers: Felipe Ortega, Stuart Geiger, Hans Varghese Mathews, Esther
Weltevrede & Erik BorraSESSION 5
http://vimeo.com/10750350 Lawrence Liang (IN)
Wikipedia and the authority of knowledgehttp://vimeo.com/10750495 Teemu Mikkonen (FI)
Kosovo War on Wikipedia, Tracing the Conflict and Concensus on the
Wikipedia Talk pageshttp://vimeo.com/10799887 Andrew Famiglietti (USA)
Negotiating the Neutral Point of View: Politics and the Moral Economy of
Wikipediahttp://vimeo.com/10772241 Florian Cramer(DE/NL)
The German WikiWars and the limits of objectivismhttp://www.vimeo.com/10799600 Discussion session 5 Designing Debate
Moderator: Caroline Nevejan
Speakers: Lawrence Liang, Teemu Mikkonen, Andrew Famiglietti, Florian CramerSESSION 6
http://vimeo.com/10772313 Mayo Fuster Morell (IT)
Wikimedia Governance: The Role of the Wikimedia Foundation and the Form
and Geopolitics of its Internationalizationhttp://vimeo.com/10800562 Athina Karatzogianni (UK)
Wikipedia’s Impact on the Global Power-Knowledge Hierarchieshttp://vimeo.com/10800100 Maja van der Velden (NL/NO)
When Knowledges Meet: Database Design and the Performance of Knowledgehttp://vimeo.com/10800206 Amit Basole (IN)
Knowledge Satyagraha: Towards a People’s Knowledge Movementhttp://www.vimeo.com/10800354 Discussion session 6 Global Issues and Outlooks
Moderator: Johanna Niesyto
Speakers: Mayo Fuster Morell, Athina Karatzogianni, Maja van der Velden,
Amit Basole -
Stopp Westerwelle, Koch und Sarrazin! – Kein Platz für Sozialrassismus!
Pressemitteilung vom Erwerbslosen Forum Deutschland
Arbeitslos, TV-Konsum, Fettleibigkeit und ein geltungssüchtiger Thilo Sarrazin
Bonn – Die Diffamierungskampagne gegen Hartz IV-Bezieher nimmt kein Ende. Nachdem die Berliner Grünenpolitikerin Claudia Hämmerling über Ostern den Vorschlag ins Spiel brachte, Hartz IV-Bezieher zur Kontrolle von Hundekot einzusetzen und nach heftiger Kritik diesen wieder zurück nahm, legte gestern der Berliner Ex-Finanzsenator und jetziges Vorstandsmitglied der Bundesbank, Thilo Sarrazin (SPD) heftig nach.
Finanznot wäre angeblich nicht das zentrale Problem bei Hartz IV-Beziehern, sondern ihr übermäßiger TV-Konsum, ihre Wortarmut und Fettleibigkeit. Das hätte etwas mit Verhalten zu tun, so Sarrazin bei einer Diskussionsrunde am Donnerstagabend mit der „taz“-Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann im Kulturkaufhaus Dussmann. Für das Erwerbslosen Forum Deutschland hat sich Sarrazin inzwischen zu einem nicht mehr zu ertragenden „Sozialrassisten“ entwickelt, der nun von außen gestoppt werden muss. „Die SPD scheint ja kein Problem mit einer anscheinend narzisstischen Persönlichkeit in ihren eigenen Reihen zu haben, die sich immer wieder durch rechtspopulistische Diffamierungen gegen Sozialleistungsbezieher und Menschen mit Migrationshintergrund hervor tut. Deshalb werden wir Anfang Juni eine Dauerkampagne starten, die da lautet: Stopp Westerwelle, Koch und Sarrazin! – Kein Platz für Sozialrassismus!“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.Mit der Kampagne soll an die erfolgreiche Kampagne „Stoppt Strauß“ von 1980 angeknüpft werden. Auch Franz-Josef Strauß zeichnete sich unter anderem durch seine rechtspopulistischen Parolen gegen andere aus. „Damit soll bewusst gemacht werden, dass alle drei Persönlichkeiten offenbar den verstorbenen österreichischen Rechtspopulist Jörg Haider adaptieren. Westerwelle, Koch und Sarrazin wollen die Gesellschaft spalten, indem sie mit sozialrassistischen Parolen Menschen für ein Klima der Vergiftung gegen Menschen in Armut und mit Migrationshintergrund aufbringen. Die Mittelschicht soll eingelullt werden, dass nicht Gefahr von der sehr kleinen Klasse der Reichen, die schon jetzt 60 Prozent des gesamten Vermögen in Deutschland angeeignet haben ausgeht, sondern von den armen Menschen, die ihnen angeblich alles wegnehmen“, so Martin Behrsing in Bonn.
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Google Knol am Ende?
Google Knol ist Ende 2007 gestartet und wurde im Juni 2008 zum Mitschreiben geöffnet. Damals wurde spekuliert, ob Google damit Wikipedia Konkurrenz machen wolle. Als sich zeigte, dass Knol weit davon entfernt ist, Wikipedia einzuholen, wurde Google Knol immer wieder für tot erklärt und man munkelte bei jedem Projekt, welches Google seither einstellte, dass als nächstes Knol dran sei. Seit Anfang des Jahres scheint Google Knol tatsächlich nicht mehr zu betreuen und weiterzuentwickeln.
Die verfrühten Spekulationen von 2008 basierte auf eine falsche Ausgangsvoraussetzung. Sicherlich wollte Google mit Knol auch Geld verdienen, allerdings sollte es als Wissensportal nicht mit Wikipedia konkurrieren, sondern mit Projekten, die eher praktisches Wissen präsentieren. Zudem ging es um die Einbindung von Knol-Autor_innen in das Google-Universum. Vorrangig aber ist Knol meiner Meinung nach ein Labor für das Kerngeschäft Googles: Werbeschaltungen in der Suchmaschine. Hierfür ist es überlebenswichtig guten von schlechten Content zu trennen. Und da kann ein eigener Content-Bereich wie Google-Knol sehr hilfreich sein, schließlich geht es auch bei Knol darum, die besten Artikel zu einem Themenfeld herauszufiltern. Denn anders als Wikipedia ist Knol nicht artikel- sondern autorenbasiert, d.h. es kann verschiedene Artikel zum selben Thema (bsp. Berlin) geben.
Im letzten Jahr verabschiedete sich Michael McNelly von Google-Knol und widmete sich anderen Google-Projekten. Seit 2010 scheint Knol „herrenlos“ zu sein. Es gibt keine Hilfe-Antworten, keine Weiterentwicklung und der letzte offizielle Twitter-Eintrag ist datiert auf Dezember 2009.
Inzwischen hat eine aktive Autorengruppe, die Knol Publishing Guild (KPG) das Heft übernommen und versucht, das Beste aus der Situation zu machen.
Mich wundert, dass ein millardenschwerer Konzern wie Google nicht einmal für den englischsprachigen Raum eine Person abstellt, die Hilfefragen beantwortet. Zumindest müsste Google Knol dort weiterbetreuen, wo Artikel gemeldet werden, die gegen die Richtlinien verstoßen.
Knol dümpelt vor sich hin. Es gibt keinen Grund für Google, dieses Projekt zu schließen. Ob Google mit Knol weitere Pläne verfolgt ist fraglich. Vor ein paar Monaten spendete Google an die Wikimedia-Foundation zwei Millionen Dollar. Ich persönlich vermute, dass die Zusammenarbeit zwischen Google und Wikimedia enger werden wird. Steht Knol dieser Kooperation im Weg? Vielleicht.Siehe auch: Bewertungssystem in Google Knol abgestellt


