Verteidigungsministerium bleibt großbürgerlich

· Artikel (Klassismus)

Wenn es ein Zufall ist, dann ein interessanter:

Der Elitenforscher Michael Hartmann machte vor vier Jahren darauf aufmerksam, dass im Kabinett nur noch ein Arbeiterkind sitze (Ronald Pofolla). „Stammten bis zur Jahrtausendwende stets knapp zwei Drittel der Regierungsmitglieder aus kleinbürgerlichen oder Arbeiterhaushalten, kommen jetzt zwei Drittel aus dem Bürger- und Großbürgertum.“ teilte er in einem Artikel für die Zeitung Neues Deutschland („Alle aus einer Kinderstube“) mit. Konkret: „Ihm stehen gleich drei Kabinettsmitglieder gegenüber, die aus ausgesprochen großbürgerlichen Verhältnissen kommen: Thomas de Maizière, Ursula von der Leyen und Karl-Theodor zu Guttenberg.“

Karl Theodor zu Guttenberg war Verteidigungsminister, bis er von Thomas de Maizière abgelöst wurde. Ihm folgt nun Ursula von der Leyen. Seit Guttenberg die Wehrpflicht abgeschafft hatte, gibt sich im Verteidigungsministerium als ^höchste^ Verwaltungsbehörde das Großbürgertum die Klinke in die Hand. Zufall? Oder hat das was mit der deutschen Geschichte zu tun, in der die Offizierslaufbahnen weitgehend dem Adel vorbehalten waren?

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