Landolf Ladwig?

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Vera Lengsfeld warnt in einem Artikel in dem Magazin „Der Wahlhelfer“ vor Björn Höcke. Dieser stecke hinter dem Pseudonym „Landolf Ladwig“. Er sammele „nationale Sozialisten“ in der AfD.

Merkwürdigerweise wird in diesem Artikel der Name „Landolf Ladig“ durchgehend falsch geschrieben: „Ladolf Ladwig“, also mit einem „w“ zuviel.

Es ist merkwürdig, dass in dem Artikel zweimal der Name „Ladig“ falsch geschrieben ist, wo er doch im Original-Artikel von Lengsfeld, in The European vom 25.09.19 richtig geschrieben wurde. Sabotage? Absicht?

(Ergänzung: Ich habe gerade gesehen, dass in ursprünglichen Fassungen Lengsfeld bereits schon einmal „Landolf Ladwig“ schrieb. Es kann natürlich trotzdem sein, dass das Lektorat diesen Fehler bewusst übersehen hat – der Name „Landolf Ladig“ dürfte im AfD-nahen politischen Millieu in Thüringen bekannt sein.)

Wer sich über „Landolf Ladwig“ informieren möchte und diesen Namen ins Internet eingibt, würde nichts finden. „Würde“ habe ich geschrieben, weil mit diesem Artikel zu „Landolf Ladwig“ nun doch die Suchmaschinen findig werden.
Falls mit dieser kleinen Falschschreibung verhindert werden sollte, dass sich die Menschen informieren, worum es bei „Landolf Ladig“ geht, hier ein paar Infos:

  • Die drei „Landolf Ladig“-Texte, die Vera Lengsfeld richtigerweise auf Björn Höcke zurückführt, sind 2011 und 2012 vom Neonazi Thorsten Heise verlegt worden. Höcke leugnet, hinter den Ladig-Texten zu stehen. Er gibt sich mit dieser Leugnung in die Abhängigkeit des Neonazis Heise, der jederzeit mit dem Material zur Entstehung der drei Artikel (E-Mail-Verkehr, etc.) an die Presse gehen könnte. Es spricht also alles dafür, dass Höcke durch einen der gefährlichsten Neonazis in Deutschland, durch Thorsten Heise, erpressbar ist.
  • „Ladig“ verherrlichte den Nationalsozialismus. Er schrieb, dass fremde Mächte das Nazi-Deutschland überfielen, weil sich im Nationalsozialismus die erste „Antiglobalisierungsbewegung“ entwickelt habe („Antiglobalisierungsbewegung im NS“ = NS-Bewegung gegen das „Internationale Judentum“). Die Begeisterung für die NS-Bewegung sei aber heute noch vorhanden. Aufgrund von Krisen bestünde demnächst die Möglichkeit für eine Revolution und die nationale Bewegung müsse sich schon jetzt auf diese Revolution vorbereiten, um darin die Führung zu übernehmen.

Björn Höcke formulierte also 2011/2012 in den immer wieder wegen NS-Propaganda verbotenem Magazin „Volk in Bewegung“ bei einem der führenden Neonazis in Deutschland, Thorsten Heise, seinen Plan für eine nationalsozialistische Revolution.

Der AfD-Bundesvorstand beschloss im April/Mai 2018 einstimmig, nicht mehr gegen Höcke vorzugehen. Die AfD-Thüringen steht geschlossen hinter Höcke.

Wer in Thüringen also die AfD wählt, wählt Höcke und damit seine Agenda einer faschistischen Machtergreifung.

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