Fördert die Junge Alternative nationalistischen Hass?

· Allgemein

Die Junge Alternative provoziert auf ihrer Facebook-Seite mit der Frage „Schwarz-Rot-Gold – darf man das?“ eine nationalistische Stimmung, die deutlich von Hass geprägt ist. Im Eingangsstatement wird kritischen Stimmen von Linksjugend, Grüner Jugend und Jusos entgegengehalten: „Zum Glück gibt es die Junge Alternative für Deutschland. Wir stehen für ein natürliches Verhältnis zu unseren Farben.“ Die Betreiber der Seite wissen, mit welchen Kommentaren zu rechnen ist. Kurz vor dem Statement zu „Schwarz-Rot-Gold“ hatten sie die Besetzung eines Gebäudes in Berlin von Flüchtlingen thematisiert und Kommentare erhalten, die so menschenverachtend und rassistisch waren, dass selbst die JA sich gezwungen sah, einige Kommentare zu löschen. Folgende Timeline zeigt, dass die JA nationalistisch-menschenverachtende Kommentare stehen lässt (wie den um 11:29), ich möchte nicht wissen, wie krass das dann war, was gelöscht wurde:

Rassismus

Hier nun einige Kommentare aus dem „Schwarz-Rot-Gold“-Posting. Die JA hatte nach diesen Kommentaren bereits am 1.7.2014 weitere Themen auf ihrer Facebook-Seite gepostet. Es ist unwahrscheinlich, dass die JA die folgenden Kommentare übersehen hat – zumal sie mit solchen Kommentaren rechnen musste. Folgende Kommentare waren am 2.7.2014 noch zu finden:

ja wm

9 Kommentare

Comments RSS
  1. walterfriedmann

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Junge Alternative

  2. W-Day

    Wie stets zum gegebenen Anlass reichen sich auch dort Rassismus und Sexismus sowie Hass auf Linkes oder linksscheinendes die Hände. Eine umfassende und tiefsitzende Menschen- oder vielleicht Lebensfeindlichkeit lässt sich herauslesen; eine Liebe zu Deutschland bedeutet diesen Leuten nicht etwa Liebe zu den Bewohnerinnen der BRD, auch nicht zu rechten Kameradinnen, sondern kommt mir vor wie eine besonders schräge Objektliebe, bei welcher das Ego des Liebenden besonders eifer- und kampfsüchtig auf sein abstraktes Objekt ist, und sie hat nichts mit der Freude an schöner Landschaft und interessanter Fauna und Flora dieses Landes zu tun. Obwohl, nein, Liebe ist es wohl nicht. Wohl eher so etwas wie eine soldatische Leidenschaft, die mit dem Ausmerzen liebäugelt.

    Seit ich in diesem Land lebe, graut mir immer wieder, wenn ich durch die Strassen gehe und mich frage, wer der Entgegenkommenden alles „Unpassende“ ohne Bedenken ermorden könnte. Ein Grund, warum ich mich etwas wohler fühle, wenn ich durch Viertel gehe, die von vielen Migranten bewohnt werden. Dabei bin ich ohne Frage integriert… so gut, daß sich bislang Antifa-Leute stets wegdrehten, wenn ich auf sie zuging, um zB über den NSU zu sprechen. Dieses Land scheint mir durch und durch verkorkst. Die interessantesten Zufallsgespräche auf der Strasse hatte ich einzig mit MigratInnen: zwar kam es auch dabei vor, daß zB Vorurteile gegen Roma ausgesprochen wurden, aber zumindest nicht so voller Abscheu wie bei Gesprächen mit „Biodeutschen“.

    Wenn ich mir vorstelle, wie viele Menschen hierher kamen um ein paar Jahre zu arbeiten, um dann wieder „nach Hause“ zu gehen, aber nicht mehr wegkamen, weil „die Heimat“ sie auch nicht mehr brauchte, wird mir schwer ums Herz. Ich weiss nicht, ob ihr das nachfühlen könnt: wie es sich anfühlt, nirgends dazuzugehören, aber gesagt zu bekommen, dass man stört und nur geduldet wird – nicht um ein fehlendes Heimatgefühl geht es, sondern um eine Reihe von Verlusten, die man in Kauf nimmt, um etwas wie ein zuhause zu finden, einen Ort, an welchem man sich unter Gleichen fühlt, und diese Verluste sind leider meist endgültig.

  3. heldenverbund

    Die Afd (Nürnberg) hat ja auch Pirincci eingeladen. Die Afd Mecklenburg-Vorpommern hat auch eine Lesung von ihm finanziell unterstützt. Ich habe da nur mal in die Leseprobe reingelesen und beschlossen, das Buch nicht lesen zu wollen.

  4. Elrion

    NPD-Pressesprecher Frank Franz sprach bereits vor einiger Zeit davon, der AfD käme für die NPD eine ‚Türöffner- bzw. Eisbrecher-Funktion‘ zu. Daran musste ich bei den im Artikel erwähnten Facebook-Kommentaren sofort denken.

    Passend dazu hier ein Artikel über das Verhältnis der AfD zur NPD-Fraktion im Kreistag von Nordwest-Mecklenburg:

    http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/kommunale-ebene/artikel/afd-laesst-maske-fallen-kreistagsmitglieder-kuendigen-moegliche-unterstuetzung-der-npd-an.html

    Erschreckend. Die AfD macht solche Meinungen nach und nach gesellschaftsfähig.

    • Gast

      Etwas ermutigend ist aber die breite gesellschaftliche Ablehnung, welche die AfD erfährt. Ein großer Teil des AfD-Populismus erwächst mehr aus Unfähigkeit als aus Absicht. Traditionell hetzt der Populismus gegen eine Minderheit. Die AfD kann das aber nicht so recht steuern und hetzt beizeiten auch gegen viel zu große Minderheiten (Homosexuelle und ihre Sympathisanten) oder gar Mehrheiten (Euroausstiegsgegner, Gegner der NPD).

      In Deutschland gibt es das ungeschriebene Gesetz, dass die Mehrheit sich angegriffen fühlt, wenn eine Minderheit angegriffen wird. Dementsprechend schlägt der AfD der beobachtete Hass entgegen, sobald sie gegen Türken oder Muslime wettern. Letztere genießen in der deutschen Gesellschaft bei weitem kein großes Ansehen, was man an der weitläufigen Diskriminierung sieht, und manche dieser negativen Gefühle beruhen sogar auf Gegenseitigkeit oder persönlichen Erfahrungen. Aber sobald eine Partei versucht, daraus Politik zu machen, schlägt das demokratische Immunsystem gnadenlos zurück.

  5. Grievous

    Gucken Sie mal, Herr Kemper, antisemitische Ausfälle der „Linksjugend“:

    http://www.ruhrbarone.de/linkspartei-jugendverband-solid-mit-hitler-gegen-israel/83201

    Natürlich werden Sie darüber kein Wort verlieren, weil das ja Ihre Freunde sind.
    Und natürlich wird auch dieser Kommentar nicht das Licht der Internetöffentlichkeit erblicken, weil Sie mit Dingen, die an Ihrem Weltbild kratzen, nicht umgehen können.

    Manchmal, Herr Kemper, wenn Sie so über sich und Ihre Arbeit nachdenken, finden Sie sich dann auch verlogen?

    • Gast

      Der Antisemitismus am Rand der Linken wird weit und breit kritisiert… In einem Artikel über die Probleme und Widersprüche in der AfD muss man aber nicht sämtliche anderen Idioten Deutschlands aufzählen. Die israelkritische und ja zum Teil sogar antisemitische Haltung der Linken rechtfertigt nicht den Rassismus der AfD, oder ihre vielen Widersprüche und Unzulänglichkeiten.

    • Andreas Kemper

      Darüber wurde ausführlich berichtet.

      http://www.bildblog.de/58820/der-dreck-vor-der-haustuer-der-anderen/

      • Demetrius Schiller

        Aber sicher Herr Kemper, es wurde ausführlich berichtet… genau einen Eintrag bei bildblog können Sie dazu vorweisen? Das ist ja mal ausführlich!
        Sie sollten sich mal genau so viel Mühe mit der Antifa und deren schizophrenen Umgang mit der Israel/Palästina-Problematik geben, wie Sie es mit der AfD machen. Wo bleibt denn Ihr kritischer Beitrag zum Ukraine-Konflikt? Für mich sind Sie nichts weiter als ein scheinheiliger Narziss.
        Habe die Ehre.

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