ALfA gegen ALFA

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Luckes neue Partei „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA)

Gestern hat sich die AfD-Abspaltung von Lucke und Co. als neue Partei konstituiert mit Bernd Lucke als neuem alleinigen Vorsitzenden und dem Namen „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“, abgekürzt ALFA.

Aktion für Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) will gegen ALFA (Partei) vorgehen

Die Aktion für Lebensrecht für Alle e.V. (AlfA) prüft nun, ob sie rechtliche Schritte gegen die Partei ALFA wegen der Namensgebung einleiten werde, sagte die Bundesvorsitzende des Vereins, Claudia Kaminski, ZEIT ONLINE. Die Vorgehensweise der Partei sei ihnen völlig unverständlich, sagte sie. Bernd Lucke habe sich offensichtlich nicht informiert, ob bereits eine Organisation diese Abkürzung benutze.

Hintergrund: In ALfA („Lebenschutz“) sind AfDler*innen aktiv

Martina Kempf ist sowohl Vorsitzende des rührigen Regionalverbandes ALfA Freiburg als auch Mitgründerin des „Pforzheimer Kreises – Christen in der AfD“.Gerade diese antisäkulären Fundamentalist*innen in der AfD sind nicht gut auf die AfD-Abspaltung ALFA-Partei zu sprechen. Bernd Kölmel, jetzt stellvertretener Vorsitzender von ALFA (Partei) führte seit Monaten einen erbitterten Kampf mit Heinrich Fiechtner, der wie Martina Kempf ebenfalls Mitglied im „Pforzheimer Kreis – Christen in der AfD“ ist.
Zudem finden die nächsten Wahlen und zugleich die wichtigsten Wahlen 2016 in Baden-Württemberg statt und ALFA und AfD werden dort zum ersten Mal aktiv gegeneinander antreten. Was Beatrix von Storch, die dem „Pforzheimer Kreis“ ebenfalls verbunden ist, von ALFA hält, hat sie letzte Woche in einem Facebook-Posting ausgedrückt:

„Gender-Gaga. Die EU finanziert großzügig Genderismus-Studien. Davon scheint die Familie Hans-Olaf Henkels zu profitieren: ‚An einer entsprechenden Studie wirkte auch Bettina Hannover mit, die Ehefrau des Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel. Die Professorin arbeitet als Psychologin und Genderistin an der Freien Universität Berlin. In Hausarbeiten streicht sie es ihren Studenten als Fehler an, wenn sie sich nicht den Vorgaben der politisch korrekten Gendersprache unterwerfen. Mit rund 417.000 Euro förderte die EU-Kommission das Berliner Teilprojekt.‘ (JF, 14/7/15) Die neue NS-Partei von Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel wird den Gender-Gaga in ihrem Programm sicher nicht ablehnen. CDU 2.0 halt. Braucht kein Mensch.“

Beatrix von Storch hatte bereits mehrfach das Ehepaar Kempf unter anderem zu Vortragszwecken besucht.

Auch ALFA (Partei) ist gegen „PC“ und Gendermainstreaming

Inhaltlich dürften die Unterschiede aber gar nich so groß sein. ALFA (Partei) positioniert sich nämlich auch gegen „Political Correctness“ und Gendermainstreaming:
Innerhalb dieser Werteordnung aber ist der Staat gehalten, zu gesellschaftspolitischen Kontroversen nicht einseitig Stellung zu nehmen. Umstrittene Kampagnen spezieller Interessengruppen, die spezifische Auffassungen etwa zum Klimawandel oder zum Geschlechterverständnis (sog. Gender Mainstreaming) oder zur sexuellen Selbstbestimmung von Minderjährigen vertreten und aktivvorantreiben, haben in staatlichen Einrichtungen nichts zu suchen und dürfen vom Staat nichtgefördert werden.http://148.251.181.212/2015-07-17%20Parteiprogramm%20beschlossen.pdf

Zugleich fordert ALFA schon allein aus demografischen Gründen eine Verbesserung der Situation von Familien zum Beispiel durch Familiensplitting.

Im März tritt die ALFA-Partei gegen die AfD an

Der nächste und wichtigste Wahlkampf findet im März in Baden-Württemberg statt und dort sind ALFA (Partei) und AfD scharfe Konkurrentinnen. Die AfD wird vor allem mit dem Gender-Thema (Stuttgarter „Demo für alle“) zu punkten versuchen, vor allem in Baden-Württemberg ist der „AK Christen in der AfD“ sehr stark und eben verbunden mit ALfA („Lebensschutz“). Kein Wunder also, wenn ALfA versuchen wird, gegen ALFA vorzugehen.

5 Kommentare

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  1. Sabine W

    Hat dies auf Gratis zur Wahl rebloggt.

  2. Dr Alf Domeier

    Ich bin ebenfalls christlich orientiert und habe hier plötzlich Christen der ALfA gegen mich bzw uns in der AlFA ? Sollten die sich nicht doch besser auf die Vertretung essentiell christlicher Anliegen konzentrieren, anstatt sich in parteipolitischen Auseinandersetzungen von einer Seite instrumentalisieren zu lassen ? Das muss doch wohl nicht sein .

    • Mark

      Gegen normale Christen ist nichts zu sagen. Bei der Gruppe „Christen in der AFD“ handelt es sich aber teilweise um echte Hardliner, die meiner Meinung nach die Religion schon fast sektiös behandeln.

  3. Mark

    „Bernd Kölmel, jetzt stellvertretener Vorsitzender von ALFA (Partei) führte seit Monaten einen erbitterten Kampf mit Heinrich Fiechtner, der wie Martina Kempf ebenfalls Mitglied im “Pforzheimer Kreis – Christen in der AfD” ist.“

    Jetzt bin ich verwirrt. Wurde Fiechtner nicht schon vor knapp einem Jahr aus der Partei ausgeschlossen? Grad mal schnell googlen… das Verfahren läuft wohl noch

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verbalattacke-von-heinrich-fiechtner-fuer-afd-rat-sind-andere-die-wahren-nazis.31404b0f-436d-4292-8aa2-5791a4874151.html

    • Mark

      Und noch was lustiges: Nach der „Neuausrichtung“ der Partei wurde das Parteiausschlussverfahren gegen Fiechtner gestoppt, der ja unter anderem den Koran mit „Mein Kampf“ verglichen hat.

      http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Umstrittener-AfD-Stadtrat-Fiechtner-darf-in-der-Partei-bleiben;art1157835,3347283

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