· Artikel (Bevölkerungsbiologie)
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Kritik der Bevölkerungsbiologie

Die Bevölkerungsbiologie ist ein Projekt, welches besonders im NS-Staat protegiert wurde. Allerdings haben Netzwerke von NS-Bevölkerungsbiologen und -biologinnen auch nach 1945 weitergearbeitet. Das Erbintelligenz-Paradigma hat spätestens seit Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ wieder eine deutliche Popularität.

Ein Bekannter von mir, Paul Wulf, wurde von den Nationalsozialisten zwangssterilisiert. Er hat nach dem Krieg jahrzehntelang vergebens um eine Wiedergutmachung gekämpft. Die meisten führenden Eugeniker der Nazi-Zeit empfingen hingegen kurz nach dem Krieg wieder Professoren-Gehälter und die damit einhergehende Anerkennung. Allein an der Uni-Klinik Münster waren nach 45 vier Verfechter der NS-Eugenik Dekane, d.h. Leiter der Uni-Klinik. Über Zeitschriften wie „Mankind Quarterly“ wurde die eugenische Denkweise bis in unsere Zeit weitergereicht und findet sich beispielweise im aktuellen Besteller „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin.

  • Die deutschsprachigen Quellen Sarrazins, erscheint in: Michael Haller / Martin Niggeschmidt (Hrsg.): Von Galton zu Sarrazin, VS-Verlag Dez. 2011
  • Die grauen Herren der Ungleichzeitigkeit, in: Forum Wissenschaft, 1/2011, Online-Text
  • Denken heißt Überschreiten. Arbeiterkindergedanken versus Erbintelligenz-Paradigma. Unveröffentlichtes Manuskript März 2011 PDF

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