März 2013
-
Familitarismus
Was haltet ihr von der Kennzeichnung „familitär“ fĂĽr die Ideologie der neuen rechten Partei Alternative fĂĽr Deutschland und dem Netzwerk Zivile Koalition e.V.? „Familitär“ ist gemeint als Zusammenziehung von „familialistisch-libertär“. „Libertär“ meint hier Entbindung des Staates von sozialen Aufgaben: Also massive weitere Steuersenkungen fĂĽr die Reichen, weitere „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes, Ausbau des Niedriglohnsektors, weitere „Einschneidungen im… Continue reading
-
Werhahn, AfD und Freie Wähler
Vom CDU-Querulanten … Stephan Werhahn ist erst vor kurzem in die Bundespartei Freie Wähler eingetreten. Als Enkel Adenauers war er selbstredend CDU-Mitglied. Er gehörte aber auch zum FlĂĽgel der CDU, der sich vom Merkel/Schäuble-Kurs enttäuscht zeigte. Diese Position teilte er mit seinem Cousin Patrick Adenauer, Vorsitzender von „Die Familienunternehmer – ASU“ (2005-2011). So antwortete Patrick… Continue reading
-
Wer steckt hinter der Alternative fĂĽr Deutschland?
Bislang hat es keine Partei rechts von CDU/CSU/FDP geschafft, sich langfristig in Deutschland zu etablieren. Dies könnte sich mit der Alternative fĂĽr Deutschland ändern. Denn hinter den politischen Kulissen scheint eine massive Auseinandersetzung zwischen Unternehmen stattzufinden. Die CDU vertritt die Interessen des mächtigen Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) (100.000 Unternehmen). Die Alternative fĂĽr Deutschland hingegen… Continue reading
-
Zur Klassismus-Debatte II
Klassismus als gesellschaftsanalytischer Begriff Im ersten Teil bin ich auf Klassismus als Empowerment-Begriff eingegangen. Ich habe dort vorgeschlagen, Klassismus als Ausdruck-mit-Ausrufzeichen, der also zur Benennung von klassenbezogener Diskriminierung, Gewalt, Marginalisierung dient, von Klassismus als gesellschaftsanalytischem Begriff zu trennen. Der Begriff Klassismus geht aus von Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen und soll es ermöglichen, dass mit ihm diese Diskriminierungen benannt werden. Von diesem Standpunkt… Continue reading
-
Wordstatt und Alternative fĂĽr Deutschland
Nachdem die Wahlalternative 2013 den Beschluss bekannt gab, eine eigene Partei Alternative fĂĽr Deutschland zu grĂĽnden, war dies mit einem Wechsel im Vorstand verbunden: der bekannte ehemalige Staatssekretär Alexander Gauland gehörte fortan nur noch zum stellvertretenden Sprecherrat und eine Dagmar Metzger gehört nun neben Bernd Lucke und Konrad Adam zum Vorstand. IrrtĂĽmlich nahm ich zunächst… Continue reading
-
Zur Klassismus-Debatte
Zur aktuellen Klassismus-Debatte möchte ich hier einige Anmerkungen unterbringen. Es sind unsortierte Gedanken, Anmerkungen, ergänzendes Material. Aus ZeitgrĂĽnden ist dieser Beitrag in zwei Teile gegliedert. Den Abschnitt zu Klassismus als Empowerment-Begriff könnt ihr bereits jetzt schon lesen. Der Artikel zum Thema Klassismus als Gesellschaftsanalyse folgt in KĂĽrze. Klassismus! und Klassismus Zunächst macht die aktuelle Debatte… Continue reading
-
Kampagnenfähigkeit der Reichen und Direkte Demokratie
Die Schere zwischen arm und reich nimmt beständig zu. Milliardäre haben daher keine Probleme, eigene Think Tanks, Institute oder kampagnenorientierte Organisationen oder gar eigene Parteien (Team Stronach in Ă–sterreich) zu grĂĽnden. Bislang hatten die Reichen zwei Möglichkeiten, auf die Gesetzesgebung einzuwirken: langfristig durch Medienkampagnen oder direkt durch Parteispenden. Um gezielt Gesetzesveränderungen durchzusetzen, brauchen sie Organisationen,… Continue reading
-
Ohne BILD keine „Alternative fĂĽr Deutschland“
Die Alternative fĂĽr Deutschland erhielt in den ersten zehn Tagen vor allem in den konservativen Medien viel Aufmerksamkeit. Während die WELT gleich mit vier Artikeln ĂĽber die AfD berichtete, scheint sich die BILD, ebenfalls aus dem Hause Springer, mit der Alternative fĂĽr Deutschland nicht anzufreunden. Eine rechtspopulistische Sarrazin-Partei (mit oder ohne Sarrazin) wird sich in… Continue reading
-
Alternative fĂĽr Deutschland – Die Geld-Essentialisten
In diesem Artikel wird die Entwicklung einer neuen rechts-neoliberalen Partei skizziert, Vorläufer und Kontinuitäten, und deren Ziele vorgestellt. Kommentiert wird diese Entwicklung abschlieĂźend mit der Ăśberlegung, ob es einen Zusammenhang zwischen essentialisierenden, verdinglichenden Sichtweisen gibt: Menschen, die an Geld glauben, glauben auch an Vererbung von Intelligenz und die Ăśberlegenheit des weiĂźen deutschen Mannes. Neue rechte… Continue reading